Philosophie

Was bedeutet die Musik für Das Thor

Ich habe den starken Eindruck, dass wir heute in einer Welt der visuellen Reizüberflutung leben. Ich glaube, dass Bilder in besonderem Maße die Eigenschaft besitzen unsere Phantasie und Kreativität zu kanalisieren oder gar zu betäuben. Wenn ich hingegen Musik höre, wird viel stärker mein eigenes „inneres Auge" angeregt. Ich bin nicht durch vorgefertigte Bilder abgelenkt von den ureigenen Gefühlen, die in mir aufsteigen. In der Musik spiegelt sich die Gemütsverfassung des Komponisten und des Interpreten und wird dem Hörer dargeboten. Dabei eröffnet sich zugleich ein weiter Raum diese vertonten Emotionen mit dem eigenen Gefühlsleben abzugleichen und auf eine ganz persönliche Weise nachzuempfinden. Ein Konzert ist eine lebendige Interaktion zwischen den Künstlern und ihren Zuhörern. Die dabei entstehende Atmosphäre beflügelt alle und hebt die Trennung zwischen Akteuren und Konsumenten auf. Ein wunderschönes Erlebnis des Miteinanders kann entstehen. Wenn man später die Aufnahme eines erlebten Konzertes noch einmal hört, entsteht dieses Gefühl erneut in unserer gefühlten Erinnerung. Teilweise begleiten und beeinflussen uns solche Erlebnisse ein Leben lang.
Für mich besteht die Welt aus Klängen und die Musik ist ihr harmonisches Zusammenspiel.

Was ist ein akustischer Traum?

Ich schließe meine Augen und öffne meine Ohren weit. Eine Melodie erklingt. Ich höre das Zusammenspiel geübter Finger auf einer Gitarre. Die Saiten schwingen und schnarren und erzeugen Resonanzen im Korpus des Instruments. Ich höre einen Sänger atmen und seine Stimme ertönt. Auf wundersame Weise verquickt sie sich mit dem Klang der Gitarre. Zusammen erzählen sie mir eine Geschichte, erschöpfen ein akustisches Gedicht. In welcher Sprache gesungen wird spielt keine Rolle. Mein Herz wird berührt und es versteht, jenseits der Begrenztheit des Wissens. Die Künstler sind Medien für Emotionen, die uns Allen innewohnen und sie erlauben dem Zuhörer für einen Moment einen intimen Einblick in Ihr Inneres. Das macht große Kunst so unverwechselbar und einmalig. In solch magischen Momenten manifestiert sich ein akustischer Traum zu erfahrbarer Realität und ich bin auf unerklärliche Weise glücklich und dankbar, dass wir Menschen neben all unseren dummen Taten auch die Fähigkeit besitzen, so etwas Wunderbares zu erschaffen.

Was ist das besondere an DAS THOR?

In dem Projekt DAS THOR haben sich zwei Musiker zusammengetan, die sich menschlich und musikalisch gut ergänzen und konsequent ein gemeinsames Ziel verfolgen.
Sie möchten Musik darbieten, die nicht mit den vielfältigen Zusatzeffekten der aktuellen Pop-Kultur angereichert und weichgespült wird, sondern einfach und direkt erklingt.
Diese Musik hat immer Live-Charakter, jeder Patzer gehört genauso selbstverständlich dazu, wie die spontan entstehenden Momente perfekten Zusammenspiels.
Nichts bleibt dem Zuhörer verborgen, denn nur so kann der berühmte Funke überspringen und die Energie fließen, welche die Künstler und ihre Hörer vereint und mitreißt.
Dies haben Daniel Schüler und Thomas Roderburg verinnerlicht. Durch stetige Probenarbeit und möglichst viele Live-Auftritte, festigen sie ihre musikalischen Fähigkeiten und erweitern sie gleichzeitig Schritt für Schritt. Nicht die gekonnte Kopie berühmter Songs interessiert die Beiden, sondern die Art und Weise wie unsterbliche Künstler dem Songmaterial ihren unverwechselbaren Stempel aufgedrückt haben.
Diesem Geheimnis auf die Spur zu kommen, bedeutet gleichzeitig auch die eigenen Qualitäten einschätzen und entwickeln zu lernen. Dies gibt ihrer Darbietung die persönliche Note.
Mit seinen gefühlvollen Pickings und seiner voluminösen Bass-Stimme ist Thomas Roderburg der ruhende Pol von DAS THOR.
Er untermalt und umrankt mit seinem Spiel gekonnt den Gesang von Daniel Schüler. Ganz bewusst auf die Gefahr hin, dass man mich  schamloser Übertreibung oder brüderlicher Verblendung zeiht:
Daniel ist ein Sänger von internationalem Format! Um es einfach im Fußball-Jargon zu formulieren: Dieser Spieler bringt jede europäische Spitzenmannschaft voran.
Wer dies nicht glaubt, soll einfach DAS THOR hören und sich ein eigenes Urteil bilden.
Meine Aufgabe ist es den Weg zu bereiten.

Martin Schüler. Coaching "Das Thor"